Was gegen Lebendfutter spricht, ist z.B. die Gesetzeslage. Je nach Laune des Richters und dessen Interpretation des TieSchG, kann der nämlich erklären, daß die Verfütterung von lebenden Tieren an Frettchen illegal ist und dir dafür eine Strafe auferlegen.
Außerdem kann es bei ungeübten Frettchen recht lange dauern, bis eine Maus tot ist... Sie spielen zwar nicht mit ihrer Beute bevor sie sie töten, so wie Katzen, aber wenn man nicht weiß, daß man der Maus das Genick durchbeißen muß und stattdessen auf deren Po rumkaut, dauert das mit dem sterben doch etwas länger.
Andererseits, wissen Frettchen einmal wie es geht, ist so eine Maus in Sekundenbruchteilen tot und die Frettchen leben dabei total auf. Selbsterlegte Beute ist natürlich noch viel leckerer, als so eine Tiefkühlmaus.
Weiterer Nachteil, gerade in Wohnungshaltung ist, daß so eine lebendige Maus auch mal entwischen kann. Und dann hat man das Viech unter'm Schrank...
Fakt ist, daß Frettchen auch problemlos mit tiefgekühlten Futtertieren ernährt werden können. Will man ihnen ein Jagderlebnis verschaffen, kann man so ein Futtertier an eine Schnur binden und es durch die Gegend ziehen. Für mich ist es Ermessenssache. Frostfutter wird mit Sicherheit nicht (nach unseren Maßstäben) artgerecht gehalten und aufgezogen und die Tötungsmethoden sind auch nicht immer schnell und schmerzlos. Ob es schlimmer ist, seine Futtertiere von einem guten Züchter zu beziehen / selbst zu züchten und dann von seinen Frettchen töten zu lassen, muß wohl jeder für sich selbst entscheiden.
LG Tina